Zeckenabwehr

Die Saison hat begonnen. Wir möchten Ihnen einige Schutzmöglichkeiten vorstellen:

Knoblauch

knoblauchIn kleinen Mengen regelmäßig verabreicht, funktioniert Knoblauch bei vielen Hunden sehr gut. Am besten frischen Knoblauch mit etwas tollem pürieren (Schmand, Pflanzenöl, Leberwurst,...), und unters Futter mischen. Ganz ungefährlich ist das aber nicht: Knoblauch wirkt blutverdünnend, bei zu häufiger/hoher Gabe entsteht eine Blutarmut. Es ist wie bei vielen Heilmitteln: die Dosis machts. Darum ist unbedingt auf die richtige Menge zu achten, die natürlich an allgemeinen Gesundheitszustand, Alter und Gewicht angepasst werden muss. Die toxische Dosis bei Hunden liegt verschiedenen Studien zufolge mit 5mg/kg beim frischen Knoblauch, bei Knoblauchextrakt mit 1,25mg/kg über einen Zeitraum von 1 Woche täglich.

Öle / Kräuter

z1Vor etwa 5 Jahren noch gab es kaum Alternativen zu den chemischen Keulen. Heute boomt der Markt. Shampoos, Sprays und Co. schonen und schützen. Nicht bei jedem Hund wirkt jedes Mittel, es gilt Ausprobieren.

Vor dem Spaziergang aufgesprüht, bildet das Marengo Limes Spray (wirkt über Pfefferminze- und Nelkenöl) einen natürlichen Schutz ohne das Fell zu schädigen. Allerdings fühlen sich manche haarige Nasenprofis geruchlich durch die Wirkstoffe belästigt.

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Ganz neu und sehr angenehm ist die Anti-Parasitenseife von Seifenkunst. Das handgemachte Naturprodukt riecht kaum, und lässt sich einfach anwenden: Auf einen Schwamm aufschäumen und damit den Hund abstreichen. Etwa 5 Tage lang einmal täglich, dann 14 Tage Pause.

Absuchen

Bei kurzhaarigen Hunden ist das Fellabsuchen nach dem Spaziergang sicherlich eine vernünftige Lösung, denn kein Mittel - ob pflanzlich oder chemisch - aufzutragen, ist das natürlichste. Wenn man alle Zecken findet: prima!

Ketten und Anhänger

Die Wirkung von Bernsteinketten, die in sich genug ätherische Öle tragen und diese auf das Fell abgeben und gleichzeitig über statische Aufladung funktionieren sollen, ist wissenschaftlich unbestätigt. Gleiches gilt für Zeckenanhänger, die über eine aufgeprägt bioenergetische Ladung funktionieren. Allerdings dürfen wir seit einigen Sommern die Hundschaft beobachten: Immer mehr sind damit sehr zufrieden.

Chemie

Tierärzte greifen meistens zu Spot-on-Produkten wie Exspot, Frontline, Advantix und Co., da sie sehr wirksam sind (alternativ gibt es Halsbänder und Sprays). Diese funktionieren meistens repellent als auch abtötend. Der beliebteste Wirkstoff ist Permethrin (wird auch als Schädlingsbekämpfungsmittel in Teppichen und im Holzbauwesen eingesetzt). Nervengift also, das Haarausfall, Allergien, Epilepsie, Sehstörungen und weitere Krankheiten zur Folge haben kann. Auf den Beipackzetteln steht übrigens, dass Kinder den Hund nach dem Auftragen einige Zeit nicht mehr berühren sollen. Katzen, die aus Versehen eine Dosis Hund-Exspot verabreicht bekommen, überleben dies meist nicht. Menschen, die mit Permethrin behandelt wurden, klagten über Nervosität und starken Juckreiz.